Dienstag, 19. April 2011

Kommentar zum OnLine-Shop "Musikhaus Kirstein"


Da 140 Zeichen für die differenzierte "Bewertung" einer Transaktion zwischen Kunde und OnLine-Shop wohl etwas zu spärlich sind (allein dieser Satz ist schon länger...), verlagere ich selbige kurzerhand in meinen Blog:

Einige zur Wiederbelebung der Gruft-Studios erfordelichen Dinge (ein Squier Jazzbass und ein Fender Amp) wurden von mir am Sonntag, dem 10.04.2011, 17:45 bestellt und unverzüglich per OnLine-Überweisung bezahlt. Am Dienstag, dem 12.04.2011, 08:05 erhielt ich eine E-Mail, die den Zahlungseingang bestätigte.

So weit, so gut. Leider hatte ich am Donnerstag (14.04.2011) immer noch keine Information, wie weit der Versand meiner Bestellung inzwischen gediehen war. Wenn man einen Betrag von 406 Euronen für zu liefernde Ware überwiesen hat, würde man 3 Werktage nach Zahlungseingang unter Umständen doch gerne wissen, ob man gegebenenfalls einem Betrüger aufgesessen ist, der den Menschen nur heisse Luft verkauft, oder ob die guten Leute erst einmal die Transistoren dotieren müssen, aus denen dereinst mein Verstärker zusammengelötet werden wird.

Da bei derlei Transaktionen bestimmte Fristen eingehalten werden müssen, wenn ich meine 406 Euronen jemals wiedersehen möchte, schickte ich folgende E-Mail an das Musikhaus Kirstein:




Sehr geehrter "shop@musikhaus-kirstein.de",


es würde mich interessieren, woran der Versand
meiner Bestellung seit dem 12.04.2011, 08:05h,
bislang (Stand 14.04.2011: 4 Werktage nach Be-
stellung, 3 Werktage nach Zahlungseingang) ge-
scheitert ist.

Sollte ich bis 15.04.2011 keine diesbezügliche
Information erhalten, sähe ich mich gezwungen,
diesen Kauf wegen Nichterfüllung zu stornieren
und den überwiesenen Betrag zurückzubuchen.

Ich würde es sehr begrüssen, wenn Sie sich für
die kundenfreundlichere dieser beiden Optionen
entschieden...

Mit freundlichen Grüssen

Bernhard Schornak


Tags darauf (15.04.2011) kam die Antwort:


Sehr geehrter Herr Schornak,

vielen Dank für Ihre Nachricht.
Der von Ihnen bestellte Fender Squier Vint. Mod. 70 Jazz Bass Natur ist leider erst ab dem 19.04.2011 lieferbar. Sollte für Sie dadurch ein Zeitdruck entstehen, bieten wir Ihnen gerne eine telefonische Beratung zu einem anderen Instrument an?

Hoffentlich geht das so für Sie in Ordnung und wir dürfen Sie weiterhin als Kunden unseres Hauses begrüßen?

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

Mit freundlichen Grüßen

Jasmin Mannert
Service · Reklamation

Worauf ich antwortete:
Sehr geehrte Frau Mannert,

Danke für die prompte Antwort. Da ich exakt diesen
und keinen anderen Bass möchte, werde ich die paar
Tage auf das Teil warten.

Als Liefertermin wäre mir Samstag, der 23.04.2011,
am liebsten (sofern das machbar ist).


Mit freundlichen Grüssen

Bernhard Schornak


Wie beinahe schon erwartet, erhielt ich keine Antwort auf meinen Terminwunsch. Statt dessen trudelte am 19.04.2011 eine automatisch generierte Versandmitteilung ein. Die Software kann meinen Terminwunsch natürlich nicht kennen, sofern ihr niemand die entsprechenden Informationen vermittelt, und ignoriert ihn daher stillschweigend. Es bleibt demnach mir überlassen, mich mit DHL in Verbindung zu setzen, um einen Liefertermin auszumachen - warum einfach, wenn es auch extrem kompliziert geht?


Bewertung


Lieferung: Einen Punkt dafür, dass die Bestellung überhaupt verschickt wurde, einen Punkt für die Mitteilung, dass die Ware auf dem Weg ist.

Ware: Über die Qualität von Squier- und Fender-Produkten zu diskutieren ist müssig. So lange die Pakete nicht unter einen rollenden Panzer gefallen wurden, entspricht der Inhalt meinen Wünschen.

Service: Einen Punkt dafür, dass zumindest eine Person sich genötigt sah, mir ein paar Informationen zukommen zu lassen.


Fazit

Bei Beträgen jenseits der 300 Euronen-Grenze sollte man als Kunde erwarten können, bei Lieferproblemen automatisch informiert zu werden, ohne den extradicken Vorschlaghammer schwingen zu müssen. Das Ignorieren meines Terminwunsches (DHL stellt auch am Samstag Pakete zu) generiert leider einen vermeidbaren Zustellungsversuch (ich bin Stückgutfahrer und als solcher während der üblichen Zustellzeiten selbst unterwegs) und völlig überflüssige Terminabsprachen zwischen Kunde und DHL.

Da es dem Musikhaus Kirstein offensichtlich egal ist, welchen Ruf es sich mit dem an den Tag gelegten Verhalten erwirbt, werde ich die bereits mit derlei trivialen Dingen völlig überforderten Mitarbeiter des Hauses Kirstein nicht mit weiteren Bestellungen nerven, und meine Einkäufe bei einem der unzähligen (hoffentlich weniger überforderten...) Mitbewerber in diesem Marktsegment tätigen.


Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Dienstag, 21. September 2010

X gegen Y und andere -tümeleien



Was sagt uns die Parole X gegen Y?

Der gesunde Menschenverstand suggeriert, dass X gegen Y ist, oder, in anderen Worten: X kann Y nicht leiden.

Das ist eine durchaus menschliche Reaktion auf die Existenz von Objekten, respektive deren Eigenschaften, wobei Objekte auch Lebewesen sein können. In der Regel wird bei Lebewesen nicht deren pure Existenz, sondern eher eine (oder mehrere) spezifische Eigenschaft(en) in Frage gestellt. Diese kann allgemeiner Natur sein (Antipathie), hat aber meist politische oder religiöse Hintergründe. Beide, Politik und Religion, sind Glaubenssysteme, die normalerweise auf Dogmen basieren. Da Menschen in der Regel im Einflussbereich eines spezifischen Glaubenssystems das Licht der Welt erblicken, werden ihnen die jeweils gültigen Dogmen bereits in der Schule eingetrichtert, und das Denken in ihrem Umfeld ist stark von den Maximen jenes Glaubenssyystems beeinflusst, respektive bestimmt, wenn es sich um ein totalitäres System handelt.

Allein aufgrund dieser Beeinflussung ist es kaum einem Menschen möglich, wirklich freie Gedanken zu entwickeln, die nicht auf den Maximen des Systems basieren, in denen man lebt. Elternhaus und Ausbilder prägen junge Menschen im Sinne ihres eigenen Glaubenssystems, wobei sich - in der Regel - der dominantere Teil durchsetzten wird. Mit reiner Überzeugungsarbeit kann man nur dann punkten, wenn das Gegenüber aufgeschlossen und bereit ist, das eigene Denken zu überprüfen und, gegebenenfalls, auch zu korrigieren.

Diese Denkleistung setzt jedoch eine entsprechende Ausbildung zum kritischen Denken voraus, die in der Regel nicht gegeben ist. Die Gründe hierfür sind mannigfaltiger Natur - einerseits sind kritische Menschen nicht ganz so pflegeleicht wie die Zu-Allem-Ja-Sager, andererseits kostet uns eine derartige Ausbildung sehr viel Geduld, Zeit, und, vor allem ... Geld. Spätestens bei der Kostenfrage gibt jede leistungsorientierte Gesellschaft schnell auf, und konzentriert sich auf weniger kostenintensive Lehrmodelle. Da die Massenerziehung zu kritischem Denken aus Kosten- und diversen anderen Gründen wegfällt, bleibt nur das Elternhaus oder Eigenbemühungen übrig, was meist am mangelnden Willen oder Können der Beteiligten scheitert. Eine Bildung mittels selbigem Presseerzeugnis oder exzessiver TV-Show-Genuss kann keine kritischen Denker hervorbringen, höchstens das Gegenteil davon - was durchaus Sinn und Zweck unserer Massenmedien zu sein scheint.

Mit den letzten zwei Absätzen im Sinn gewinnt X gegen Y eine neue Qualität. Es ist die Verallgemeinerung von Lehrsätzen (Dogmen) diverser Glaubenssysteme, die im Clinch um Unentschlossene ringen, und, als Mittel zum Zweck, die kristallisierte Reinform ihres Gedankengebäudes auf sehr wenige, tiefenpsychologisch äusserst wirksame Slogans gebracht haben. Die Interpretation solcher Parolen bleibt dem Einzelnen überlassen. Ob man nun alle Y ignoriert, als minderwertig ansieht oder gar den Aufruf zur totalen Vernichtung aller Y aus einer gegebenen Parole ableitet, hängt allein vom geistigen Horizont des Individuums ab, das dieser Parole eine bestimmte Bedeutung beimisst.

Daraus lässt sich ableiten, dass jede Parole vom Typus X gegen Y dazu dient, zu spalten, was eigentlich zusammengehört - zum Beispiel die Bewohner verschiedener Länder, Bevölkerungsgruppen in einem Land, Menschen verschieder Hautfarbe, Anhänger verschiedener Glaubenssysteme, et cetera. Aus gleichberechtigten Menschen werden plötzlich Gegner, Feinde oder gar Todfeinde, weil es einer verschwindend geringen Minderheit machtgieriger Menschen nicht gefällt, wenn alle Menschen halbwegs problemfrei miteinander auskommen, und etwaige Streitfragen in friedlichem Einvernehmen beilegen. Logisch - wo Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, kauft keiner X gegen Y-Produkte, und all die tollen Fanartikel verkümmern zu Ladenhütern...

Was X gegen Y wirklich bewirkt, ist die Ausgrenzung von Menschen. Dass sich dabei jedwelches Problem verschärfen muss, liegt auf der Hand. Kaum ein Mensch ist gewillt, mit Menschen zu kommunizieren, die ihn/sie mit Parolen zu einem minderwertigen, bösen, et cetera Wesen degradieren. Eine Kommunikation ist nur möglich, wenn die Kommunizierenden auf einer Stufe stehen. So lange eine wie auch immer gewichtete Ungleichheit besteht, fehlt die wichtigste Grundlage jeglicher Kommunikation - die Anerkennung des Gegenübers als gleichwertigen Menschen. Weichen beide Seiten ohne Kommunikation von ihren Glaubensgrundsätzen nicht ab, können bestehende Konflikte (in logischer Konsequenz) nur noch per Austausch von Gewalttätigkeiten gelöst werden. Dabei setzt sich jedoch niemals die rational erarbeitete Einsicht - auch Kompromiss genannt - durch, sondern das archaische Recht des Stärkeren.

X gegen Y kann, nach streng logischer Betrachtung der Prämissen, allenfalls als Mittel zur Polarisierung dienen. Jedwelche Polarisierung führt, wie aufgezeigt, zur Verschärfung von Konflikten. Eine solche Verschärfung kann nur destruktiv sein, da die Möglichkeit einer Kommunikation, die zu einer friedlichen Beilegung zwingend erforderlich wäre, bei sich ausweitendem Konfliktpotenzial immer unmöglicher und unwahrscheinlicher wird. Das kann nicht im Sinn einer kritisch denkenden Gesellschaft sein - es passt nur in das durch die jeweilige politische Richtung festgelegte Einheitsdenken einiger Mitmenschen.

Humanistisches Denken greift mit Sicherheit viele Ziele der diversen linken Bewegungen auf, verfällt aber nicht in eine Ausgrenzung der anderen Seite(n). Auch wenn die Ziele konservativer und nationaler Gruppierungen absolut konträr zu einer vereinten Erde ohne Staaten, Grenzen und Dogmen sind, sollte man sich nicht der Möglichkeit berauben, mit den Anhängern solcher Gruppierungen zu kommunizieren, um sie mit Argumenten überzeugen zu können, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Das ist das, was mir heute zum Thema X gegen Y einfällt. Die Grundsteine zu diesem Denken schlummerten schon lange vor 1980 in meinem Hinterkopf. Wie ich sie in meinen Texten für Mülleimer SS und Beerdigung umgesetzt habe, ist eine andere Sache, die man im Kontext der damaligen Zeit betrachten sollte. Gewalt war nie mein Ding. Obwohl ich mich meiner Haut zu wehren weiss, würde es mir nie einfallen, irgendjemanden wegen irgendeiner Sache, wie hehr auch immer, physisch zu attackieren. Das ist einfach nicht mein Stil - ich bin eher für verbale Attacken. Als solche sollten auch alle diesbezüglichen Texte gewertet werden, in denen verhauen oder das englische Wort kill vorkommen. Das war lediglich metaphorisch gemeint, im Sinne von "der gehört doch erschossen". Kein Mensch mit funktionierendem Verstand würde hier zur Pistole oder zum Gewehr greifen, um das Gesagte in die Tat umzusetzen - es ist ganz simpel eine Unmutsäusserung, die die aktuelle Stimmung zu einer Tat oder Aussage der Person wiedergibt, der sämtliche biblische Plagen an den Hals gewünscht werden.

Als völlig neuen Ansatz sollten wir uns alle vielleicht einmal dazu durchringen, das X für Y-tum einzuführen. Das ist von Haus aus wesentlich positiver besetzt und schliesst niemanden aus, für Y zu sein, obwohl man vielleicht gar kein X ist.

Das Rock gegen mich-Logo dient der Veranschaulichung der oben angeführten, streng logischen Gedankengänge. Es soll die generelle Unsinnigkeit eines X gegen Y-tums aufzeigen.


Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Donnerstag, 26. August 2010

Gedanken sind frei...

Der Text des Stücks

Gedanken sind frei!
...ich denke...
Gedanken sind frei?

Scheiss Arbeit -
Immer schuften.
Scheiss Kohle machen -
Scheiss Arbeit.
Scheiss Wohlstand -
ich steh' so wohl.
Scheiss Franz Josef und Marianne.
Scheiss Hugo undd Eberhard.
Scheiss München -
Stadt voll Scherz.
Scheiss Schickeria,
Geldstadt im Herz.
Scheiss Abendzeitung -
Aktuelles von Gestern.
Scheiss Bayern 3 -
Gute Nacht zum Frühstücksei.
Scheiss Romantik.
Scheiss Roman-Tick.
Scheiss heile Welt -
Geliefert wird, was keiner bestellt.
Scheiss Studies -
Uniforme Unis.
Scheiss Nachbarn -
Mehr Nacht als bar.
Scheiss Deutsche -
Fäulnis, Fäulnis über Alles!
Scheiss Politik -
Genormte Kritik.
Scheiss Frauenrechtler.

Scheisse, Scheisse, ...

Das Stück entstand aus dem Stehgreif, als die Sängerin sich bei Gruft vorstellte.
Hätte eigentlich Beerdigung werden sollen. Wie man heute, knapp 30 Jahre später,
weiss, kam alles gaaanz anders...

Vielen Dank an Bart Schut, der mir dieses Stück zur Verfügung gestell hat!

Gedanken sind frei... auf YouTube
Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Montag, 26. Juli 2010

Es lebe der Unterschied



Hoch den Unterschied,
Den es nirgends gibt.
Alles ist so gleich,
Alles ist so tot,
Alles Einheitsmatsch -
Wir lieben euch!

Hoch den Unterschied
In der Uniform.
Ob Rangabzeichen,
Lange Haare,
Sicherheitsnadeln -
Es lebe die Norm!

Hoch den Unterschied,
Die Originalität!
Kritik ist Zensur,
Zensur ist Kritik,
Übst Du Kritik
Wirst du zensiert...

Hoch den Unterschied
Den es nirgends gibt.
Alles ist so gleich,
Alles ist so tot,
Alles Einheitsmatsch -
Wir lieben euch!

Hoch den Unterschied
In der Uniform.
Ob Rangabzeichen,
lange Haare,
Sicherheitsnadeln -
es lebe die Norm!

Hoch den Unterschied,
Die Originalität!
Kritik ist Zensur,
Zensur ist Kritik,
Übst Du Kritik
Wirst du zensiert...

Hoch den Unterschied!

Hippie-Pop, Pop, Pop,
Steigt in Kopp, Kopp, Kopp,
Kiff Dich zu, zu, zu,
Ich stech Dich ab...

Hallo!

Wie geht's Dir?

Hallo!

Ich grüsse meine Freunde, die Residents!

Hallo!

Hast Du immer noch nicht abgeschaltet?
Schau Dir doch lieber das Fernsehprogramm an!

Dieses Tape basiert auf reinem Zufall.
Das heisst, dass die Instrumente nicht aneinander angepasst sind!

Hoch den Unterschied
In der Uniform.
Ob Rangabzeichen,
Lange Haare,
Sicherheitsnadeln -
Es lebe die Norm!


Egal, was die meisten Menschen auch tun, es gibt nur wenige Individuen, die nach ihren eigenen Idealen leben. Der grösste Teil aller Menschen ist von fremdgesteuerten Robotern kaum zu unterscheiden. Sie fallen auf jeden Schwindel der Politiker genauso herein wie auf das Zähneknirschen und Wehklagen unserer armen, am Hungertuch nagenden Unternehmer und Manager, die ob der unerhörten Tarifforderung nach Erstattung eines Zehntels der aktuellen Teuerungsrate ihre mühselig zusammengerafften Millionen nehmen, um ins nähere oder fernere Ausland zu entfleuchen, da der 49. Ferrari in der Garage sonst veräussert werden müsste und es für den 50. dann gleich gar nicht mehr reichte.

Ein weiteres Merkmal des Homo uniformis (ich weiss, dass ich nicht zur jener bevorzugten Klasse gehöre, die schon kleine Kinder dazu zwingt, Latein zu lernen) ist sein grundsätzlicher Mangel an Idealen. Statt eigene Gedanken zu entwickeln, verlässt man sich doch lieber auf die tägliche Allgemein"Bild"ung. Das erspart das lästige Nachdenken und schützt einen zugleich vor den unberechenbaren Folgen des plötzlichen Begreifens politischer Zusammenhänge. So ist es kaum verwunderlich, dass aus unseren Mitmenschen schnell "Die" und "Wir" werden, wobei "Die" prinzipiell das personifizierte Böse sind, da "Sie" nicht unsere Meinung teilen oder gar die Objektivität unserer heiligen Meinungsquelle anzweifeln.

Was schnell dazu führt, dass "Wir" - zur Abgrenzung von "Denen" - aus reiner, aus dem Herzen kommender Solidarität mit "Unseresgleichen" uns identische (ordentliche!) Kleidung besorgen, unsere Haare exakt (ordentlich!) auf Einheitsmass ablängen und ausrichten und auch sonst exakt das kopieren, was uns unsere (ordentlichen!) Vorbilder vormachen. Na ja - zumindest kopieren wir das, was wir uns von unserem mageren Einkommen leisten können. Es kann schliesslich nicht jeder einen Stundenlohn von 10.000 Euro für mustergültiges Verhalten bekommen, das ist Idolen wie Herrn Bohlen oder Gottschalk vorbehalten.

Auf der Strecke bleiben dann diejenigen, die keine Vorbilder haben, respektive ihre eigenen Vorbilder sind, respektive so leben, wie sie es für richtig halten. Pech gehabt. Derart lebensunwerte Schmarotzer hat man früher in ein KZ gesteckt - heute füttert man sie auf Vollxkosten durch. Armes Teudschland!


"Es lebe der Unterschied" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Rot & Braun verhau'n



Gott schütz' Helmut Schmidt,
Seine faschistische Politik,
Der eitel stolze Knecht
Macht's unser'n Herren recht.

Gott schütz' auch den Strauss,
Nazi alten Bau's,
Buhmann der Nation,
Terrorist für Lohn.

Gott schütz' die Partei'n,
Faschisten - Gross und Klein,
Gott schütz' Politik,
Die pervertierte Kritik.

Gott schütz' alle Blinden,
Bei denen Partei'n noch zünden,
Kommunisten und Faschisten,
Demokraten, Anarchisten,
Dienen nur der Politik,
Das ist der Unterdrückungstrick...

Rot und Braun verhau'n,
Rot und Braun verhau'n,
Rot und Braun verhau'n,
Rot und Braun verhau'n...

Rot ist Braun,
Braun ist Rot,
Rot ist tot,
Braun ist tot.

Rot und Braun
Brauch' ich nich',
Tu sie verhau'n,
Messer - stich!

Rot ist Braun,
Braun ist tot,
China lindert
Chile's Not.

Sowjetstern
Und Hakenkreuz
Reiss ich ab
Als Feuerholz.

Schwefel und Blei
Für die Brut
Nur als Brei
Ist sie gut.

Politik,
Politrick,
Polizei,
Baum und Strick.


Mittlerweile hat sich meine Meinung bezüglich Helmut Schmidt doch gewaltig geändert. Ist ein uriger Typ, den ich damals wohl etwas falsch eingeschätzt habe. Das "Baum und Strick" bezog sich auf den damaligen Bundesinnenminister Baum und stand im Zusammenhang mit den Selbstmorden in Stammheim und den begleitenden Gesetzesänderungen, die ja bis zum heutigen Tage gültig sind, obwohl es seit Jahrzehnten nur noch in Grossbritannien eine RAF (Royal Air Force) gibt.

Mag sein, dass ich die seit der Machtübernahme der braun-braunen Koalition (in der die beiden beteiligten Parteien immer noch beteuern, den "Wählerwillen" zu vertreten, ihn in Wirklichkeit aber zertreten) angestrebten, respektive schon verabschiedeten, Gesetzesänderungen zur nochmals erweiterten Einschränkung der Bürgerrechte - alles unter dem Deckmäntelchen der "Bekämpfung des internationalen Terrorismus" - entschieden ablehne.

Die SPD hat ihre Rolle als zweite braune (schwarz + rot = braun) "Kraft der Mitte" schon immer hervorragend gespielt und war mehr als einmal der Verräter in unserer Mitte. Wer Hartz IV als Gesetz verabschiedet, der gibt auch den Befehl, auf Mitmenschen im eigenen Land schiessen zu lassen (wozu hat man seine Handlanger?), wenn die eigene Macht einmal gefährdet sein sollte. Man braucht kein Schräuble locker zu haben, um das voraussagen zu können.


"Rot & Braun verhau'n" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Chaos



Hier ist mein München,
wer will hier sein?
Hier rennen die Faschisten,
hier schiessen Polizisten,
Hier kommst Du 'runter auf den Zahn,
Ödet Dich's nicht an?

Heimat aller Heimatlosen,
Uniform sind Lederhosen,
Lange Haare Rangabzeichen,
Lange Bärte
Sind hier Orden -
Wen wollt ihr als nächstes morden?

Alles ödet hier nur an,
Langeweile 8000 mal,
München - Kuhnest oder Stall?
Weltstadt mit Boredom!
Stadt mit Ordnung!
Pfeif' auf Ordnung...



Würde mir nie einfallen, über das Kuhdorf - wie heisst das überhaupt? - in dem ich heute wohne einen Text zu verfassen.

P.S.: Dank der Hirnies der Deutschen Post hat München mittlerweile 80-, 81-, 82- oder 85-tausendfache Langeweile...


"Chaos" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Rock gegen mich



Rock gegen Rechts,
Rock gegen Rassismus,
Rock gegen Strom,
Rock gegen mich?

Studies und Hippies,
Einheitstracht.
Ein "Rock gegen Rechts"-Badge
an die Jacke gemacht,
und schon bist Du "IN",
der Freak der Nation,
rote Faschisten,
braune Faschisten,
grüne Faschisten -
wen stört das schon?

Alte kranke Wichser?
Nein, Danke!
Abfuck kaputter Wahnsinniger?
Nein, Danke!
Ansammlung kurioser Weltverbesserer?
Nein, Danke!

Atomkraftwerke?

Wer hat 'was gegen AKWs?
Wer hat 'was gegen Kühlschränke?
Wer hat 'was gegen Bohrmaschinen?
Wer hat 'was gegen Fernseher?
Wer hat 'was gegen Gitarrenverstärker?
Wer hat 'was gegen meinen Synthi?

Alte kranke Wichser?
Nein, Danke!
Abfuck kaputter Wahnsinniger?
Nein, Danke!
Ansammlung kurioser Weltverbesserer?
Nein, Danke!

AKWs?


Ich bin erklärter Gegner jeglichen "X gegen Y"-tums - warum gibt es so wenig "X für Y"-tum?


"Rock gegen mich" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

(Spiel mir das Lied vom) Disco-Boy



Yeah, yeah, yeah, stomp the disco beat.
Yeah, yeah, yeah, stomp the disco beat.
Yeah, yeah, yeah, stomp the disco beat.
With the disco suckers under your feet,
With the disco fuckers under your feet,
In the stupid disco you don't need...


Obwohl dieser Text im Vergleich zum Niveau der Texte gängiger Discoheuler eine geradezu intellektuelle Herausforderung darstellt, ist die Musik doch der bessere Teil dieses Stücks. Dabei hatte ich mich doch so sehr bemüht, die schwülstige Athmosphäre der damaligen Tophits der Beschiiiess, Olivia Untenstöhn, et cetera authentisch zu interpretieren. Was, wie am Ende des Stücks unüberhörbar ist, zu heftigen Hustenanfällen führte. Ist gar nicht so einfach wie man denkt, irgend einen Schoass wie'ra G'störter dahinzu"hauchen"...

Tra-volt-AAAAAHH und Untenstöhn in der Disco:

Sie: "Ich liebe Dich!"
Er: "Guter Geschmack, dann sind wir jetzt zu zweit!"
Sie: "Du liebst mich auch, Schatzi?"
Er: "Häh? Natürlich nicht. Du liebst mich und ich liebe mich. Komm, suchen wir noch ein paar mehr Leute die mich lieben!"


"Rock gegen mich" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Hippies (I)



Ihr kaputten Typen
Schlaft im Drogenrausch,
Träumt von '68,
Doch das ist jetzt aus.

Hippies, ihr scheiss Hippies,
Fixt euch in den Tod,
Hippies, ihr scheiss Hippies,
Verreckt in eurem Kot.

Nie sah ich sie leben,
Stupide ist ihr Sinn,
Vegetier'n mit Folksongs
Und Drogen so dahin.

Hippies, ihr scheiss Hippies,
Dreckig und verlaust,
Ihr konservativen Scheisser
Vor denen's jedem graust.

Heut' heisst's selber Denken
Über das was ist,
Drum vergiss die Hippies,
Sie gehör'n zum vergang'nen Mist.

Scheiss auf alle Hippies,
Drogen auf den Müll!
Strauss, Schmidt, Hitler, Hippies:
Kill, kill, kill, kill...

Ihr kaputten Typen
Schlaft im Drogenrausch,
Träumt von '68,
Doch das ist jetzt aus.

Hippies, ihr scheiss Hippies,
Fixt euch in den Tod,
Hippies, ihr scheiss Hippies,
Verreckt in eurem Kot.

Nie sah ich sie leben,
Stupide ist ihr Sinn,
Vegetier'n mit Folksongs
Und Drogen so dahin.

Hippies, ihr scheiss Hippies,
Dreckig und verlaust,
Ihr konservativen Scheisser
Vor denen's jedem graust.

Heut' heisst's selber Denken
Über das was ist,
Drum vergiss die Hippies,
Sie gehör'n zum vergang'nen Mist.

Scheiss auf alle Hippies,
Drogen auf den Müll!
Strauss, Schmidt, Hitler, Hippies -
I want you to kill, kill, kill...

Ihr seid die Toten der letzten Epoche!

Hoch die internationale Elektrizität!
Hoch die internationale Elektrizität!
Hoch die internationale Elektrizität!

To fight the rules of society
Is like supporting them,
Just ignore 'em any way -
Live your own life then!


Ein heftig-deftiger Text. Jau, dat is man so. Erst die Birne bis zum Abwinken mit Drogen zudröhnen, dann ein nettes Artikelchen im Özi-Almanach schmökern und anschliessend Unbeteiligte dumm anlabern. Hab' ich sowas von dick!

Und ausserdem: Auch die hier zugegebenermassen zu heftig angegangenen Hippies (gibt es die überhaupt noch?) erfüllen brav ihr Rollenklischee. Damit unterscheidet sie nur ihre Uniform von den anderen Wir's, sie selbst stellen aber auch wieder ein in sich geschlossenens Wir mit allen Eigenschaften eines Wir's dar. Als da wären: Gruppenkompatibles Feindbild, gleichgeschaltete Meinung und all die anderen "Vorzüge" einer Interessengruppe.

Das war eigentlich das, was ich damals irgendwie auf den Punkt bringen wollte. Nachdem ich meist nicht einmal ein Prozent meiner Gedanken zu Papier, oder, heutezutage, zu Festplatte bringe, ist der wahre Sinn etwas abhanden gekommen, und das Ganze ist in eine Hasstirade ausgeufert. Mea Culpa und all sowas. Der letzte Satz, der relativ spät und dann auch nur einmal im Lied vorkommt, enthält die eigentliche Essenz dessen, was ich damals wirklich aussagen wollte. Ein System zu bekämpfen bedeutet nichts anderes als dieses System zu unterstützen, respektive die Idee "System" am Leben zu erhalten. Nur die Abkehr von Systemen, das Ausnützen ihrer verbrieften Rechte zur Unterhöhlung und das Ignorieren permanent vorhandener Zwänge, zum Beispiel des staatlich verordneten Zwangs zur Lohnarbeit, dessen Missachtung mit dem Tod durch Verhungern geahndet wird, kann die Fundamente eines Systems zu Fall bringen.

Dummes Gelaber, der "lange Weg durch die Institutionen" (welch hirnrissige Idee) oder Gewalt gegen oder für das System schaden den Akteuren. Sie werden zerstört oder in das System eingesaugt, gierig verdaut und systemergeben wieder ausgeschieden. Siehe Joschka Fischer, Horst Mahler, et cetera.


"Rock gegen mich" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Elvis is Te(a)d



Elvis is TEAD!

Pi-Papa-Lulli, kill your Baby!
Pi-Papa-Lulli, hau sie tot!
Pi-Papa-Lulli, denn das Mädi
Trägt 'nen tollen Petticoat...

Elvis is TEAD!

Pup-Mama-Dildo, kill den Alten!
Pup-Papa-Schlaffi, Du alte Laus!
Pup-Mama-Dildo, nimm das Messer,
Statt Hühnchen weid' den Alten aus...

Elvis is TEAD!

Schnickschnak-A-Schmalzlock, Elvis lebt nicht!
Schnickschnak-A-Schmalzlock, diese Sau ist TOT!
Schnickschnak-A-Schmalzlock, das vollgefressene
Fette Schwein starb aus...

Elvis is TEAD!


Als bekennender "Elvis ist tot!"-Fan durfte dieser Beweis meiner tiefsten Verwunderung bezüglich einer 250 kg schweren Witzkugel verständlich sein. Münchhausen war gestern, heute speit der arme Sumpf Elvis freiwillig so weit Richtung Land, dass er mit tausendprozentiger Sicherheit den Sumpf nie wieder findet. Reiner Selbstschutz, Leute. Echt!

GNB (GanzNebenbeiBemerkt): Auch die so genannten "Teds" sind ein Phänomen der Gattung Wir...


"Rock gegen mich" auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Freitag, 9. Juli 2010

Sinn und Zweck dieses Blogs


Dieses Blog ist die einzige Quelle, die belegbare Fakten und wirkliche Informationen zu Beerdigung bereit stellt, anstatt Gerüchte und Spekulationen zu verbreiten, oder gar einigen aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen eine neue Bedeutung zu verleihen.

Nachdem einige Menschen offensichtlich nicht in der Lage sind, Texte zu lesen, zu verstehen, oder zumindest korrekt wiederzugeben, ohne deren Inhalt mißverständlich oder sinnentstellt zu Papier zu bringen, ist es leider unumgänglich, die werten Leser dieses Blogs mit Originaltexten zu versorgen, um es ihnen zu ermöglichen, sich eine objektive Meinung zu bilden, ohne gezwungen zu sein, auf die doch recht subjektiv ausgefallenen Be-wertungen jener Menschen zurückzugreifen, die sich, aus welchem Grund auch immer, genötigt sahen, Beerdigung mit Gewalt in ihr politisches Weltbild einzuordnen zu müssen.

Nach diesem wunderschönen Satz, es war wirklich nur einer, zurück zum informativen Teil. Beerdigung war damals ein Soloprojekt mit Sängerin, das eigentlich zu einer Band hätte werden sollen. Das scheiterte wohl daran, daß ein gewißer Happy Gravedigger ein rechter Eigenbrötler war (und ist), und, für die damals real existierende Münchener Punkszene, etwas zu hoch gesteckte Erwartungen bezüglich des Könnens eines Bassisten und Schlagzeugers hatte. Dummerweise beherrschten die meist aus der Hardrockszene stammenden Schlagzeuger den von einem Klaus Gröpler gern gespielten 7/4-Takt nur wenig bis gar nicht, und auch der Bassist hätte zumindest die bestehenden Stücke in jener Form spielen sollen, in der sie auf der LP eingespielt wurden. Kurzum: Beerdigung konnte mangels Mitmusikern nie auftreten, und ging nach dem Verschwinden der Sängerin sprichwörtlich "sang- und klanglos" unter.

Damit wäre die Bandgeschichte eigentlich abgehandelt, wenn es da nicht einige liebe Mitmenschen gäbe, deren Scheuklappen den Blick in andere Richtungen als der (von wem auch immer) vorgegebenen verhinderten. Jedem das seine. Diese lieben Mitmenschen [sollen / dürfen / müssen] ihre seit je her liebevoll gepflegten Scheuklappen (nebst der durch das stark eingeschränkte Gesichtsfeld etwas einseitig ausgefallenen Taxierungen) [ruhig / sicher / auf jeden Fall] behalten und bis an ihr Lebensende weiterpflegen. Leser, die es interessiert, was jenseits aller Scheuklappen wirklich hinter den Kulissen vor sich ging, sollten die Artikel dieses Blogs aufmerksam verfolgen, um Spekulationen und Gerüchte mit wirklichem Hintergrundwissen vergleichen zu können.

Einige Themen überschneiden sich mit The Pool Of Humanity (TPOH), es ist daher möglich, dass hier und da ein Querverweis in einem Artikel auftaucht. Es sei darauf hingewiesen, dass TPOH ein internationales Projekt ist, das ausschliesslich in englischer Sprache publiziert wird.

Mit freundlichen Grüssen

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Anarchie


Der Text des Stücks

Härter, schneller, einfallsloser,
Crass und Sham und Subs,
Langeweile, Rumgemoser -
Ist doch alles abgefuckt!

Anarchie - Onanie...

Krach macht Spass - Wer will noch Musik?
Linie - Nicht gefragt!
Abgelenkt von Deinem Leben
Fühlst Du Dich so stark...

Anarchie - Onanie...

10, 12, 15, 18, 20,
Danach bist Du alt.
Keinen Bock mehr, was zu machen,
Nur noch hart und kalt...

Anarchie - Onanie...

Vorwärts geht's nicht,
Rückwärts geht's nicht,
Alles gab's schon mal!
Überall - wo Du auch hinkommst -
Ist die Langeweil schon da...

Anarchie - Onanie...

Abgeschlafft, abgeschlafft,
Jung und schon kaputtgemacht!
20 und schon rentenreif -
Anarchie und Führer live...

Anarchie, Anarchie -
ist die wahre Onanie...


beschreibt die zu seiner Entstehungszeit herrschenden Zustände, denen sich junge Menschen ausgesetzt sahen. Abgesehen von der wesentlich geringeren Arbeitslosenquote, die damals den Satz "Wer wirklich eine Arbeit sucht, der findet auch eine!" durchaus noch rechtfertigte, hat sich die generelle Situation nur marginal verändert. Früher musste man sich gegebenenfalls physikalisch vorhandene Gegner aussuchen, die im Verlauf der letzten Jahre weitgehend von virtuellen Pedants ersetzt wurden. Was heute per SMS, Blog oder anderen Spielereien übermittelt wird, wurde damals mündlich, per Telefon oder von Fanzines verbreitet. Während damals in Sachen Volksverdummung noch echte Pionierleistungen erbracht wurden, man denke an Werbung und einschlägige TV-Sendungen, sind die Verdummungsmechanismen inzwischen so ausgereift, dass seitens der Nutzer dieser Möglichkeiten kaum noch Wünsche offen bleiben. Nun, wir haben inzwischen auch etwas mehr als nur drei TV-Sender oder ein einziges Rundfunkprogramm in drei Geschmacksrichtungen.

Das ist natürlich nur der oberflächliche Teil der Betrachtung. Der Text geht wesentlich tiefer ins Detail und kritisiert offen Strömungen, die die damalige Punkbewegung zu unterwandern begannen, und sich heute, mehr oder weniger, etabliert haben. Da waren erst einmal Crass, die Musik gegen rhytmisch Lärm ersetzten, und sehr schnell sehr viele Fans und Nachahmer fanden. Damit war der Tod kreativer Musik im Bereich Punk vorerst besiegelt. Ein weiterer Sargnagel war der Text von "Anarchy in the UK", den die meisten Punks völlig missverstanden haben: Don't know what I want, but I know how to get it, I wanna destroy, pacify,... Wer das für eine Anarchistenhymne hält, dem ist nicht mehr zu helfen. Der ganze Text ist Verarschung auf allerhöchstem Niveau. Die Herren McLaren und Lydon müssen sich diebisch amüsiert haben, als sie sahen, wie das Stück misinterpretiert wurde...

Nichtsdestotrotz ermöglichte dieses Missverständnis es hierzulande diversen Alt-68'ern, die Punkbewegung zu unterwandern und mit ihrer Ideologie zu infiltrieren. Für uns waren diese - von uns irgendwann einmal unter dem Sammelbegriff "Hippies" zusammengefassten - Politisierer ein rotes Tuch, das immer wieder zu verbalen Attacken reizte. Schlägereien waren nie unser Ding, und es wäre uns nicht im Traum eingefallen, jemanden zu verprügeln, weil er andere Vorstellungen, zu lange oder zu kurze Haare, eine andere Sprache oder eine andere Hautfarbe hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen waren wir immer nach allen Seiten für Diskussionen offen, nicht nur für das Spektrum links der SPD. Wer von anderen Menschen etwas will, sollte mit ihnen kommunizieren, statt sie mit Gewalt zum "wahren Glauben" bekehren zu wollen - das funktioniert eh nicht und ist zudem eine moralisch fragwürdige Überzeugungsmethode, die nur noch von Gulags, KZs oder Guantanamo getoppt werden kann...

Anarchie aufYouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Kill Ya



Kill ya, kill ya,
Kill ya just for fun!
Feel my knife in your heart -
Day or Night - I wanna kill ya...

Feel the lead in your head -
One shot and you're dead!
Some blood flows from your mouth -
Don't ya feel the crack?

Where I go is silence,
My weapons you can see
Sparkle in the neonlight -
Don't come close to me!

I just wanna kill ya,
That's my only fun.
Come a little closer -
Your torture will be gone...


Dieser Text bezog sich auf das Gehabe vieler Punks, Ketten, Messer, Gaspistolen und anderes Spielzeug mit sich herumzuschleifen. Je üppiger die Bewaffnung, desto besser. Auch unsereiner machte davon selbstverständlich keine Ausnahme - wer steht schon gerne "nackt" da, wenn es hart auf hart kommt?

Alles in Allem gibt der Text die wirkliche Situation natürlich völlig überspitzt wieder, was aber durchaus meine Absicht war. Ich entwickle Gedanken gerne bis zu einem Punkt, an dem das Ende der Fahnenstange erreicht ist, und die Konsequenzen einer sich stetig steigernden Entwicklung klar zum Vorschein kommen. Nur so ist es möglich, einer Sache Einhalt zu gebieten, bevor sie sich zu einem Problem entwickelt, das sich ab einem bestimmten Punkt so verselbständigt, dass man es nicht mehr in den Griff bekommen kann.

Kill Ya aufYouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Deutschland '81



Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt.
Einigkeit und Recht und Freiheit -
Bis das Reich zusammenfällt...

Anarchie und Crass und Müsli
Ist das neue Ideal -
Aufpoliertes Geschichtsgerümpel,
Noch von anno dazumal...

Keine Ziele und Ideen,
Die nicht schonmal dagewesen.
Eure Spiele zu verstehen
Brauch ich keine Schmöker lesen...


Nun, das "Reich" ist offensichtlich nicht in sich zusammengefallen, sondern hat sich stattdessen noch ein Häppchen einverleibt. Peinlich.

Zu Crass und Müsli siehe Anarchie.

Um Sinn und Ziele der diversen Ideologien zu erfassen, benötigt man wirklich kein jahrelanges Studium - der allgegenwärtige Hausverstand ist dafür in der Regel weit mehr als nur ausreichend. Wenn man manchen Leuten zuhören muss, respektive gezwungen ist, sich mit ihren schriftlichen "Werken" auseinanderzusetzen, kommt man in machem Fall gar in Versuchung, hämisch anzumerken, dass bei der einen oder anderen Aussage der Verstand des Sprechers/Schreibers wohl vorübergehend einem Totalausfall zum Opfer fiel...

Deutschland '81 auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Systems Change



No one's living,
All is dead,
In the modern world.
All is only
Crap in big
Concentration Camps...

There's no future,
Was no past,
Only system exists.
It's no more life,
It's no fun -
For all us products...

There's no change,
But all for
Exchange like dolls,
Even systems -
Exchangeable,
East into West...

What is good,
What is bad,
In the future of our world?
Me's guilty,
You're guilty,
Because we let it go -
Yes, we let it go...


Ein Text, der eigentlich alle Kernpunkte meiner - damals noch in den Kinderschuhen steckenden - Philosophie beinhaltet. Die absolute Bedeutungs- und Wertlosigkeit des einzelnen Individuums in jedwelchem, nach Belieben austauschbaren Staat auf diesem Planeten, das überall gleiche Dahinvegetieren der Menschen, egal, ob es ihnen an nichts mangelt, oder sie keinen Mangel an Nichts haben, die x-beliebige Austauschbarkeit von Staatsdoktrinen und Ideologien, Werbesprüchen und Politparolen, und schliesslich die Schlussfolgerung, dass wir selbst die Schuld daran zu tragen haben, da wir jedesmal auf's Neue vergessen, dass wir auch jederzeit einmal "Nein!" sagen könnten...

Systems Change auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Today's Kids



Friede, Freude, Eierkuchen

Wir woll'n hier kein AKW!
Wir wollen keine Nazis!
Gewalt ist nicht ok!
Wir woll'n keinen neuen Flugplatz!
Wir wollen keine Panzer!
Gebt uns unser Müsli jetzt!

Und darum gibt's ne Demonstration,
Und danach 'ne Protestaktion!
Und alles wird noch diskutiert -
Bis Müsli in Sibirien friert!

Wir sind zwar nur ein paar tausend -
Aber all die Ander'n
müssen uns doch glauben!
Ihr seid nur ein paar Millionen,
Leute - uns zu folgen
Wird sich für euch lohnen...

Die Rabauken

Die Zeit ist reif -
Wir werden hart!
Was im Weg war
Ist jetzt Salat...

Die Richter sterben -
Und wir sind frei!
Trotz tausend Strafen
Sind wir noch dabei...

Die Hippies geh'n zur Demonstartion,
Da ha'm wir unser'n Schuttberg schon!
Und ha'm wir erst die Stadt verbrannt,
Dann zieh'n die Hippies auf das Land...

Wir bau'n nicht auf -
Wir schlagen kaputt!
Wo wir mal waren
Ist nur noch Schutt...

Und nun - walz nieder
Was Dich noch stört -
Tu' endlich alles,
Was sich nicht gehört...

Die Hippies geh'n zur Demonstartion,
Da ha'm wir unser'n Schuttberg schon!
Und ha'm wir erst die Stadt verbrannt,
Dann zieh'n die Hippies auf das Land...


Eine (obligatorisch überspitzte) Analyse der damaligen politischen Kräfte in der deutschen Punkbewegung - mit Reminiszenzen an wahre Gegebenheiten und damals gebräuchliche Schlag- und Schimpfworte.

Die "Friede, Freude, Eierkuchen"-Fraktion (fortan kurz "Hippies" genannt) erscheint auf den ersten Blick harmloser, hat aber wesentlich mehr Potenzial. Während die "Rabauken" überall auf Widerstand stossen werden, sickern die vermeintlich frommen Sprüchlein der "Hippies" gemächlich, dafür aber um so wirkungsvoller, unter Umgehung alle mentalen Schutzmechanismen in die Köpfe der Opfer ein, um in deren Denkzentrum ein kuscheliges Nest zu errichten, von dem aus das Opfer gesteuert und der virtuelle Virus weiterverbreitet werden kann. Perfide, aber äusserst wirkungsvoll.

Der letzte Absatz sollte keineswegs wortwörtlich verstanden werden, er beschreibt aber anschaulich, wie die Verbreitung massenwirksam lancierter Werbesprüche jedwelcher Art funktioniert. Auch politische Parolen fallen unter die Rubrik "Werbung", nur dass hier kein reales Produkt, sondern eine Illusion angepriesen wird, die möglichst viele Menschen "kaufen" - im Sinne von "sich zu Eigen machen" - sollen. Wie gut ein Werbespruch wirklich ist, hängt nur von der Anzahl der Psychologen ab, die ihn kreiert haben. Je mehr es waren, desto sicherer ist es, dass wirklich alle halbwegs passenden Symbole, Formen und Farben enthalten sind, die direkt auf das Unterbewusstsein zugreifen, ohne Gefahr zu laufen, vom Bewusstsein gefiltert zu werden.

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum alle Dinge in unserem Leben immer bunter und bewegter werden? Alles Werbung!

Today's Kids auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Rot & Braun verhaun



Rot ist Braun,
Braun ist Rot,
Rot ist tot,
Braun ist tot...

Rot ist Braun,
Braun ist Rot,
China lindert
Chile's Not...

Rot und Braun
Brauch ich nicht,
Tu sie verhau'n -
Messer stich...

Sowjetstern
und Hakenkreuz
Reiss' ich ab
Als Feuerholz...

Politik,
Politrick,
Polizei,
Baum und Strick...

Schwefel und Blei
Für die Brut -
Nur als Brei
Ist sie gut...


Der Song stammt von Mülleimer SS und wurde für Beerdigung stark verkürzt. Auch der grösste Teil des Textes fiel der Einschrumpfung zum Opfer, wobei die nicht verwendeten Teile allein wegen der Nennung diverser Namen weggelassen wurden. Was auf einer Musikkassette möglich war, konnte nicht unbedingt auf einer LP mit einer Auflage von 3.000 Stück verewigt werden, die öffentlich zum Verkauf feilgeboten wurde.

Der verbleibende, oben aufgeführte Text ist die Wiederholung der Kernaussagen meiner Philosophie: Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen radikalen Ideologien. Für mich sind sowohl Hitler als auch Stalin Massenmörder, die in sehr kurzer Zeit für den Tod sehr vieler Menschen verantwortlich waren. Ich sehe auch nicht, wo der grosse Unterschied zwischen heutigen Links- und Rechtsradikalen sein soll. Beide Seiten gehen aktiv gegen Andersdenkende vor, und nehmen billigend in Kauf, dass Menschen dabei verletzt oder getötet werden. Nachdem die Menschenrechte die körperliche Unversehrtheit jedes Menschen explizit als das höchste moralische Gut der Menschheit festlegen, kann niemand, der andere Menschen vorsätzlich und nur aus dem Grund angreift, weil sie eine andere Meinung vertreten, für sich in Anspruch nehmen, dass eine vorsätzlich begangene Tat durch den dadurch missachteten elementaren Grundsatz moralisch gerechtfertigt sei. Wer aus "Du sollst nicht Töten!" das Recht oder die Pflicht ableitet, andere Menschen töten zu müssen, der hat wohl etwas falsch verstanden.

Das von mir verwendete "verhau'n" war nicht im Sinne von verprügeln, sondern als "einen Klaps auf den Hintern geben" gemeint, in der Art, in der Eltern mit erhobenen Zeigefinger eine Strafe androhen, die nie angewandt wird. In meiner Jugendzeit war es durchaus noch üblich, eine Tracht Prügel zu bekommen, wenn man etwas angestellt hatte.

"Messer stich" ist einzig und allein dem Reim geschuldet - mir ist damals einfach nichts Besseres eingefallen...

Das "Baum und Strick" ist eine Anspielung auf den damaligen Bundesinnenminister Baum (ab 1978) und die Selbstmorde in Stammheim, die während der Amtszeit seines Vorgängers stattfanden.

Rot & Braun verhau'n auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

Beerdigung



Wir sind die modernen Henker
Des idealistischen Scheins -
Wir sind die Beerdigung
Eurer Träumerei'n!

Weg das Trugbild Demokratie,
Wo einer spricht - und Du schweigst!
Weg das Schlagwort Revolution -
Wo Du wieder unten bleibst...

Ob Kommunismus, Demokratie,
Ob Faschismus, Anarchie,
Alles nur das Spiel um Macht -
Du wirst dabei umgebracht!

Scheiss auf alles - Regeln und Macht!
Freiheit ist Betrug!
Scheiss auf diese Ablenkung -
Sozialität ist genug...


Ein Text wider die Augenwischerei, die ständig versucht, wache Menschen einzulullen und ihnen ein X als "das aussergewöhnlichste U, das es je gab" zu verkaufen. Der "Henker des idealistischen Scheins" wäre in diesem Fall der Sonnenstrahl, der unbarmherzig das X aus dem Schatten reisst, und uns seine wahre Form offenbart.

Nur wenige Systeme dieser Welt sind bisher aufgrund ihrer humanen Lebensbedingungen bekannt geworden, und damit ist keines gemeint, das in den letzten zweihundert Jahren entstand. Was heute unter dem viel versprechenden, aber wenig davon einhaltenden Deckmäntelchen "Demokratie" vermarktet wird, ist meilenweit von einer "demos kratia" entfernt und sollte besser als Demokratur bezeichnet werden. Einige (von wem auch immer) Auserwählte (die zudem nur die Interessen einer in der Regel verschwindend kleinen Gruppe innerhalb einer Gesellschaft vertreten) bestimmen, was das Volk zu tun hat. Das kann niemand ernsthaft als freie Selbstbestimmung ganzer Kontinente bezeichnen. Der verbleibende Rest der Systeme ist noch eine Stufe tiefer angesiedelt, und die betroffenen Menschen haben nicht einmal die Wahl, welchen Herren sie dienen dürfen. Oh, ja, die Lebensbedingungen in einer Demokratur sind, zugegebenermassen, weitaus angenehmer, als die in einer (mit wessen Ideologie auch immer begründeten) Diktatur. Das heisst aber nicht, dass man sich mit dem "kleineren Übel" zufrieden geben muss, oder?

Nachdem alle bisherigen Systeme bewiesen habe, dass ihnen ein ideologisches Fundament weitaus wichtiger ist, als die Interessen der Menschen, die ihrer Herrschaft unterstehen, und das Leben der Individuen nur deswegen von Bedeutung ist, weil schliesslich irgendjemand die nötigen Arbeiten verrichten muss, ist die Position der breiten Masse in jedem System von vorn herein festgelegt. Auch Umstürze, Revolten und Revolutionen vermögen daran nichts zu ändern, es werden immer nur ein paar führende Köpfe ausgetauscht. Der ganze Verwaltungsapparat bleibt, wie gehabt, in den selben Händen, und die breite Masse bleibt selbstverständlich auch da, wo sie hingehört: Am Boden der Machtpyramide.

Ich propagiere nicht, dagegen vorzugehen - es wäre ein sinnloser Kampf gegen Riesen, die bei genauerer Betrachtung als Windmühlen identifiziert werden können. Die einzige Möglichkeit des Individuums, sich zu wehren, ist die Verweigerung all dessen, was das jeweilige System am Leben erhält: Die gezielte Verdummung der Menschen, respektive die Reduzierung des vermittelten Schulwissens auf Dinge, die zur Funktionsfähigkeit in der Arbeit unbedingt benötigt werden. Das Einschalten des eigenen Denkapparats und das bewusste herausfiltern fremder Inhalte aus dem eigenen Gedankenpool sind unumgänglich, um der allgegenwärtigen Beeinflussung widerstehen zu können. Das ist jedoch ein bücherfüllendes Thema, das nicht in zwei kurzen Sätzen abgehandelt werden kann. Mehr dazu irgendwann einmal auf meinem TPOH-Blog...

Beerdigung auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

The Killer



Fucking feelings in my head
Tell me don't to do this -
I just want to kill 'em all,
But I can't kill myself...

Fucking thoughts in my head
Tell - that's right, that's wrong.
I don't want to hear them -
But they are too strong...

Fucking people around me -
Zombies living still!
I can't longer stand 'em -
Just want 'em to kill!

So I am the killer -
Kill myself and you!
Fear in my head does it -
Don't know what to do...


Eine Reportage über einen Serienmörder inspirierte mich zu diesem Text. Ich fand es interessant, mich einmal in die Lage eines Menschen zu versetzen, der aufgrund eines psychischen Defekts Dinge tut, die ein "normaler" Mensch nie tun würde. Wobei "Normalität" natürlich immer eine reine Definitionssache ist...

The Killer auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)

(Spiel mir das Lied vom) Disco-Boy



Yeah, Yeah, Yeah
Stomp the disco beat!
Yeah, Yeah, Yeah
Stomp the disco beat!
Yeah, Yeah, Yeah
Stomp the disco beat!

With the disco suckers
Under your feet!
With the disco fuckers
Under your feet!
In the stupid disco
You don't need...


Dieses Stück ist von Mülleimer SS. Es wurde für die LP überarbeitet, und hat mit dem Original nur noch wenig Ähnlichkeit.

Der Text dürfte zwar, im Vergleich zu den sinn-freien Texten damals gängiger Discoheuler, fast schon zu intellektuell geraten sein, ist aber ebenso sinn-frei wie die Originale, die damals nicht nur auf unserem einzigen bayerischen Staatssender, sondern auch bei AFN und ORF im Stundentakt heruntergedudelt wurden.

Die Anzahl der uns zugänglichen Discos war doch reichlich beschränkt: Damage (Punk), Domizil (Jazz) und eine Hardrockdisco, deren Name mir leider entfallen ist. Ich kann mich nur daran erinnern, dass dort das Tragen von Gehörschutz zwingend erforderlich war, die PA übertraf den Lärmpegel der BMW-Giesserei ohne Probleme. In alle anderen Discos kamen wir gar nicht erst rein, oder flogen sehr schnell wieder raus, wenn wir zu Olivia Untenstöhn anfingen, mit den schick herausgeputzten Discomenschen Pogo zu tanzen und Bier zu verschütten...

(Spiel mir das Lied vom) Disco-Boy auf YouTube

Bernhard Schornak (The Happy Gravedigger)